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Projekt RealTheater

Ausführliche Informationen über das Friedensforschungs Pilotprojekt

Wie kann man sich RealTheater vorstellen? Eine Erklärung an einem Beispiel:
Ein fiktives Zusammenspiel von Horst Schlämmer
(1), Dittsche (1) und Anneliese (1):

Hape Kerkeling klagte 2009 in einem Interview bei Spiegel Online (1), dass ihm die Geschichte mit seiner Kunstfigur "Horst Schlämmer" langsam zu entgleiten droht und er deshalb, diese in den Medien sehr bekannte Rolle wieder los werden möchte. Was war passiert?


Foto/Collage: Neo von Terra

Zunehmend wurde nicht Hape Kerkeling selbst zu öffentlichen Veranstaltungen eingeladen, sondern seine Kunstfigur Horst Schlämmer. Es wurde von ihm also die Verkleidung und das Rollenspiel gefordert. Dem intelligenten und eloquenten Hape Kerkeling ging auf die Dauer die grobschlächtige Art seiner gespielten Figur auf die Nerven. Weiterhin baggert Horst Schlämmer im Gegensatz zu Hapes sexueller Orientierung andauernd Frauen an. Horst Schlämmer wurde, auch durch den Kinofilm „Isch kandidiere“(1) (2) eine Person, die in der deutschen Öffentlichkeit langsam bekannter wurde als Hape Kerkeling selbst.
Für das RealTheater Projekt ist diese Problematik zwischen Schlämmer und Kerkeling äußerst interessant.

Um dieses Thema weiter zu vertiefen, stelle man sich nun einmal vor, dass Hape Kerkeling, in der von ihm selbsterschaffenen Charakterrolle des "Horst Schlämmer", zusammen mit Olli Dittrich in seiner ebenfalls selbstgeschaffenen Rolle des "Dittsche" (1) und Anke Engelke in ihrer selbstkonstruierten Rolle als "Anneliese" (1) in einer Wohngemeinschaft zusammen leben würden.  Alle drei würden zum persönlichen Spaß, oder wegen eines wichtigen wissenschaftlichen Projektes (z. B. im "Big Brother Ambiente" von Kameras beobachtet), es auf sich nehmen, diese drei Rollen im vollen Ernst eine Woche lang miteinander zu spielen. Sie würden also die ganze Zeit als diese Rollen miteinander leben. (Alle drei Schauspieler sind Improvisationstalente: Dittrich und Engelke wurden z. B. für die Reihe "Blind Date", eine Improvisation in Spielfilmlänge (1) mit dem Grimme Preis ausgezeichnet.)

Wichtig ist es zu verstehen dass diese 3 Rollen während der gemeinsamen Woche improvisierend gespielt werden und keinen fertigen Text haben. Es handelt sich also weitgehend nicht um eine Rolle mit Drehbuch und auswendig gelernten Texten, wie im Kino, Theater oder Krimi. Improvisierte Rollen, sind Rollen, die lediglich mit feststehender Ausgangsrolle und Anfangsszene, ab dem Start frei improvisierend ins reale Leben geschickt werden. Also eine Rolle, die letztlich so reagiert, wie Du und ich, mit dem einzigen Unterschied dass nun die "Ich-Rolle" nicht historisch und kausal gewachsen ist (das was wir real nennen), sondern frei, künstlerisch erfunden und konstruiert wurde. 

Warum liebt das Publikum gut gespielte Avatare bzw. „Alter Egos“ wie Horst Schlämmer, Dittsche, Anneliese? Weil Avatare im Gegensatz zu "normalen" Menschen eine Spielrolle verkörpern. Eine Spielrolle hat mehr Freiheit und ist im sozialen Handeln freier und weniger angreifbar. Sogar ein ernster verbaler Angriff der Spielrollen untereinander bleibt dennoch Spiel. Avatare verbreiten sogar die Aura des Spiels um sich herum, die den üblichen tierischen Ernst auch in ihrem Umfeld untergräbt (besonders für alle die eingeweiht sind, dass dieser Mensch in der üblichen Definition "nicht echt" ist).

Man stelle sich nun noch eine weitere Intensivierung dieses Projektes vor: Horst Schlämmer, Dittsche und Anneliese würden 4 Monate lang Tag und Nacht als ihre Kunstfiguren in einem „Big Brother Haus“ leben. Dies wäre prinzipiell möglich. Nach etwa vier Monaten wird durch normale psychologische und soziale Prozesse eine Rolle unwirklich, wenn man sie nicht mehr lebt und erneuert (hier z. B. Hape Kerkeling) und gleichzeitig bekommt nach dieser Zeit eine neue Rolle "dominante Realität" wenn man diese etwa 4 Monate täglich durchgehend lebt... (z. B. Horst Schlämmer).
Worauf ich hinaus will: "Lebe 4 Monate eine konstruierte Rolle, die im System mit anderen Leuten anerkannt wird, indem sie Resonanz und Bestätigung bekommt, und diese Rolle wird real und könnte prinzipiell auf unbestimmte Zeit lebensecht weiterleben".  Eine unglaubliche Behauptung und gleichzeitig eine Art "über seinen Schatten zu springen" und sein zu können wer man will, wenn dies klappt. Theater würde durch eine Langzeitimprovisation mit einer Wunschrolle zur Realität werden. Das Projekt RealTheater soll unter anderem diese Möglichkeit wissenschaftlich erforschen und bestätigen oder widerlegen. Solch ein Forschungsprojekt gab es noch nie.

Was ist der Unterschied, wenn man eine Figur „spielt“, oder wenn man eine Figur „ist“? (Hape Kerkeling sagte zu seiner Rolle des Horst Schlämmer: "Es ist eine Rolle. Ich bin immer auf einer Meta-Ebene derjenige, der die Marionette bewegt... Mit Schlämmer kann ich Dinge tun und sagen, die ich sonst nie wagen würde. Das war bisweilen schon befreiend."(1))
Wenn man eine Rolle "spielt" hat man sich selbst entschlossen diese Figur zu sein, und beim "normalen Ich" ist man diese Figur automatisch durch Geburt und die (kausale) eigene Geschichte.
Hier nun die „Sein oder nicht sein“ Schlüsselfrage: Was ist besser? Das zu sein, was man wünscht, oder das zu sein was einem vorgegeben ist, bzw. wenn beides real möglich ist, was ist freier und fühlt sich besser an?

"Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt."
Friedrich Schiller

Dieser Gedankengang, der es verdient hätte auf den Titelseiten unserer Medien zu stehen, ist sehr wichtig, da er die Weltwahrnehmung komplett verändert. Man könnte fast von zwei Parallelwelten sprechen. Die Tatsache ob man etwas spielt (ob man also aktiv wählen kann und selbst Regie über sich führt) oder ob man etwas „ist“ (ob man unveränderlich auf „Autopilot“ gestellt und sich in einer Art Schiene oder an "Marionettenschnüren" bewegt, und so seinen vergangenheitsgesteuerten Film ablebt) verändert die ganze Welt, die ganze Wirklichkeit. Schicksal oder kreative Freiheit das ist die Frage!

A: (zum Begriff: „spielt“) Das gespielte ich, der Avatar ist autonom und frei, der Spieler ist wie im Klartraum (1) „luzider Regisseur“ seiner Handlung, er ist selbstbestimmt durch seinen Willen und seine Intuition und Kreativität. Er ist Künstler und Erfinder, der sich darüber bewusst ist, das er die eigene Spielfigur, und damit sich selbst als Spielfigur steuert. Es handelt sich hier um ein kreatives, spielerisches und künstlerisches Ich. Wer spielt ist lebendiger, gesünder und hat mehr Energie.
B: (zum Begriff: „ist“) Das historisch gewachsene ich bindet einen in die kausale Geschichte des existierenden ein, gleichsam wie eine Figur, die meist durch "Sachzwänge" aus einem Film nicht heraus kann und meist auf Autopilot gestellt die Schiene der Vergangenheit in die Zukunft weiterführt. Das historische Ich ist das letztlich fremdbestimmte Ego ich, (was im Lebenslauf steht, bedeutet meist, Du lebst nicht Dein Leben, sondern in vielen Bereichen ein diktiertes Leben oder teils gar das Deiner "Urgroßväter") dessen Freiheit sich oft auf die Wahl des Autos und der Marke der Zahnpasta beschränkt, (aber selbst diese Entscheidungen sind nicht frei, denn sie sind von außen, von einer Suggestions- und Werbebranche beeinflusst.) Das NORMale Ich konstruiert das Leben nicht selbst, sondern es konsumiert das Leben weitgehend als passiver Erdulder bzw. Zuschauer. Solange die meisten Menschen auf diesem Planeten in dieses fremdbestimmte "Vergangenheits-Ur-Werk" eingebunden sind, ist z. B. echte Demokratie nur ein Wunschbild. Der Mensch ist oft lediglich so etwas ähnliches wie eine Art geldgesteuerter Roboter in einer "maschinellen Welt".

Den Spielern (Engelke, Kerkeling, Dittrich) der Figuren (Anneliese, Schlämmer, Dittsche) wäre bewusst, dass sie diese Figuren nicht „sind“ sondern diese nur „spielen“. Sollten sich diese gespielten Figuren also miteinander verkrachen, dann endet der Streit normalerweise in einem offenem oder heimlichen Gelächter, weil die Spieler im Hintergrund über den Ernst ihrer Kunstfiguren lachen müssen. Bei einem Langzeitspiel ist es also sehr wichtig nie ganz zu vergessen dass man spielt. Das frühere Ich bekommt vermutlich dadurch mit der Zeit die Rolle des Regisseurs, die Metarolle, und wird zum Spieler, der den Gespielten steuert. Je länger der Ernst des Spiels beibehalten wird, desto experimenteller und für das Thema RealTheater wichtiger wird das Spiel. Was passiert mit den Schauspielern wenn das übliche Lachen am Ende des kurzfristigen Rollenspieles wegfällt und wenn gar der Ernst des Rollenspieles und der Spielrolle monatelang aufrecht erhalten wird? Ist Identität generell von der Ernstnahme abhängig? Werden die gespielten Rollen immer realer, je länger sie ernsthaft gespielt werden? Beides ist sehr wahrscheinlich. Kann man auf diese Art eine Wunschrolle zum Leben bringen , seinen Avatar realisieren? Geht vielleicht noch mehr? Könnten geübte Schauspieler gar ein fließendes und dynamisches Ich und eine dynamische Realität entwickeln? Jeder kann Schauspieler werden, man kann das lernen. Die Frage der Identität, Wer bin ich?"(1) ist eine der spannendsten Fragen überhaupt und sie ist noch lange nicht endgültig durch die Wissenschaft beantwortet. Identität ist mehr Software (Gehirnaktivität) statt Hardware (Körper) und Identität ist abhängig von Kommunikation, Resonanz, Erlebnissen, Erfahrungen, Gruppendynamik und den Projektionen die Mitmenschen aufeinander und gemeinsam miteinander projizieren.

Ich hoffe der Leser kann mir geistig folgen, wenn ich diesem Szenario (mit den 3 „Avatar“-Spielern die in unserer Annahme 4 Monate in einer Art Big Brother Haus leben und beobachtet werden), nun ein weiteres mögliches Element hinzufüge:
Dieses Ensemble könnte, solange sie nicht als "übliche normale Personen" leben, sondern nun als erfundene Figur spielen, sämtliche auftretende sozialen und psychologischen Probleme dieser gespielten Figuren lösen (ähnlich einer
Deus Ex Machina). Realität wird nun in einem Spielrahmen inszeniert.
(...und ist in diesem "Spielfenster" ähnlich gut vor Absturz gesichert, als wenn z. B. das Betriebssystem Linux auf einem Windows Rechner als Emulation läuft. Wenn also in solch einem System Linux abstürzt, dann stürzt der PC nicht ab, da Linux nur innerhalb des Windows Betriebssystems simuliert wird. Man kann also ohne die Gefahr eines schweren Schadens nun mit Linux Software experimentieren)


Im Extremfall würde das Erlebnis der gespielten Figur (Horst) jedoch das unfreiere Ego des Spielers (Hape) mit seinen charakterlichen Festlegungen herausfordern oder dessen Grenzen überschreiten. Schauspiel ist nun einmal bewusstseinserweiternd, bringt erweiterte Möglichkeiten des Seins und Handelns und der Empathie mit vorher fremden Rollen. Was wäre wenn Horst mit Anneliese..., würde Hape seiner Rolle Horst das im Spiel erlauben, da Hape ja nicht heterosexuell ist? Wie weit würde Hape das erlauben? Ein Kuss oder mehr? Was wäre wenn beide sich als Rolle verlieben? Was wäre wenn beide sich als Rolle UND als "Realmenschen" verlieben? Es passiert oft, dass Schauspieler aus einer gespielten Liebes-Rolle ernst machen. Und überhaupt... wenn monatelang gespielt würde, wer ist denn jetzt eigentlich der "Realmensch"? Der Spieler oder der Avatar...? Wäre man generell nicht eher derjenige, den man selbst ganz bewusst und willentlich auswählt, anstatt der, den einem der Lebenslauf und die Vergangenheit vorwiegend ohne zu fragen aufzwingt? Das geht schon beim Namen los. All diese Fragen sind noch nicht eindeutig geklärt. Es ist aber sehr wichtig dies zu klären und solche Experimente endlich wissenschaftlich begleitet durchzuführen, weil eine sehr hohe nutzbare sozialpsychologische, künstlerische, friedensstiftende, vereinigende und lustvolle Energie in diesem Gebiet steckt! Das alles wäre eine hochinteressante Grundlagenforschung.
Wer hier Angst vor dem Neuen hat, zu dem kann ich nur sagen, dass wir ohne neue Friedens-Lösungen zum Beispiel unser AtomwAffenproblem kaum in den Griff bekommen werden. Wenn schon Angst, dann sollten wir eher aus Angst vorm zerstörerischen Alten das Neue wagen!

Um von diesem Beispiel zum RealTheater Projekt zurückzukehren, jetzt stelle man sich vor, dass dies mehr als 3 Leute wären, die ein paar Monate als Avatar in einem Haus leben, z. B. 19 Leute... Die Leute sollten vorher schauspielerisch geschult werden. Mindestens würde ich hier einen 10 Tage Workshop voranstellen, in dem auch die philosophischen Aspekte erörtert werden. Jetzt stelle man sich noch vor, dass alles verfügbare an Bühnenbildern, Kostümen etc. für Paradies-Szenarien verfügbar ist, damit die Avatare in diesem kreativen Laboratorium Best Case Szenarien konstruieren können. Zusätzlich stelle man sich vor, dass die schönsten bekannten Verhaltensweisen unsrer Spezies uns in einem Film und Literatur Archiv zur Verfügung steht. Das ist heute wirklich so, wir haben zigtausend Filme, die jeder ausleihen kann (oder sofort auf Stichwort verfügbar z. B. über YouTube) und aus denen man Rollen, Gefühle, Szenario-Aufstellungen in die Realwelt übernehmen kann. Die Theaterpädagogik arbeitet seit langem damit. Wir benötigen für die Arbeit mit der Gruppe also auch einen größeren Bildschirm mit Internet Anschluss.

Wenn eine schauspielgeübte und konstruktivistisch (1) informierte Gruppe ihre Imaginationen, Gedanken und Handlungen bündelt und in Einklang bringt (Kohärenz), dann kann diese Gruppe jede gewünschte soziale Realität realisieren, auch die Bestmögliche! Das Beenden von Aufmerksamkeit sollte ebenfalls synchron geschehen. Eine geübte Gruppe, die ihre Aufmerksamkeit und Imagination synchron lenkt, hat Szenarien, "Spirits" und Rollen unter ihrer Kontrolle. In der (geschichtlich-kausalen) Realität, die wir "normal" nennen, haben dagegen die historischen Rollen/"Spirits"/"Geister",( also die "mentale Software" die individuell und kollektiv auf unseren Gehirnen läuft) sozusagen die Menschen unter Kontrolle. Deshalb kann kaum einer über seinen Schatten springen und der normale Lebenslauf hat eine vorwiegend lineare Ich-Struktur. Wir sprechen hier von Themen, wie Aufmerksamkeit, Fokus, Synchronisierung, Imaginations-Realisierung, die zwangsläufig Thema eines üblichen Schauspielunterrichts sind und mit denen dort ganz selbstverständlich umgegangen wird. Nur das konstruktivistische Element ist neu, verändert aber die Gewichtung des Ganzen wesentlich.

Um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, stellt sich die Frage, was denn passieren würde, wenn eine Gruppe geübter Schauspieler, die Thesen hier ernst nehmen und mit ihren professionellen Fähigkeiten auf der RealTheater Bühne nun nicht „nur ein Schauspiel“, sondern Realität live in Echtzeit realisieren (die ihre Gehirne dabei auf gemeinsame Imaginationen, auf Ernst und Glaube synchronisieren). Dadurch wäre für diese Gruppe, alles, was gespielt wird Realität und wir hätten hier etwas verwirklicht, was (als Gruppe) dem Zustand und der Freiheit eines Klartraums (1) entspricht. Diese Gruppe kann realisieren, was immer sie sich vorstellen kann. (Eine Kultur der Regieentscheidungen, sowie persönliche Freiheit von z. B. Beziehungsverpflichtungen vorausgesetzt). Alles kann wie im Klartraum zu jeder Sekunde gestoppt werden. Wir hätten eine absolute und gelassen heitere Kontrolle über die Rollen und Szenen, also praktisch über die ganze „Software“, die auf einem menschlichen Gehirn und Sozialsystemen laufen kann. Wir hätten hier den Zustand des Improvisationstheaters bis hin zur Realität intensiviert und wir könnten diesen Zustand im Prinzip zeitlich unbegrenzt ausdehnen. Die Macht der Gruppe, und die dann notwendige Entwicklung einer ästhetischen Kultur, sollte dazu führen diesen Zustand zu erhalten und im „kreativen Modus“ zu bleiben.

Das Thema des Schauspielunterrichts: „Wie funktioniert Glaube“ sollte auf den Grundschule-Lehrplan jedes Menschen. Dieses wichtige Element, für das die Gesellschaft erst heute im Kommunikationszeitalter reif ist, sollte nun in den Fokus der Wissenschaft und Aufklärung genommen werden. Eine mögliche künstlerische Realität, die weitgehend auf dem Glauben basiert, fordert gerade dazu auf, unsere beiden „magischen Berufssparten“, Schauspiel und Religion, wissenschaftlich zu untersuchen und ihre mächtigen Fähigkeiten (ohne Dogma und Vernebelung) in den Dienst von uns Allen zu stellen.

Das RealTheater Projekt will zeigen, wofür Schauspiel, Theater und Schauspielunterricht sonst noch alles gut ist. Da geht noch viel mehr als das, was wir kennen und nutzen. Es gibt hier bisher viel zu wenig fachübergreifende und interdisziplinäre Zusammenarbeit und Experimente. Zum Beispiel auch die Chancen, die der Plazebo Effekt bietet. Hier im Themenbereich der Anwendungen unseres Gehirns gib es noch "ganze weiße Landkarten von Möglichkeiten" zu entdecken, ein Neuland, das noch nie systematisch erkundet, ausprobiert und erforscht wurde.

Wenn wir erkennen, dass der Mensch unmöglich objektiv sein kann, und dass die Welt auf den Säulen der Subjektivität steht, dann wird es nötig damit aufzuhören die Welt nur aus einer Perspektive, unser eigener und unserer bisheriger zu betrachten. Um den eigenen Standpunkt aber wirklich zu verlassen, ist es absolut nötig in die Rolle des andern zu schlüpfen, was erst mit Theatermethoden wirklich gut und real funktioniert.
Weiterhin ist es wichtig seine eigenen subjektiven Impulse und Eindrücke ernst zu nehmen, auch wenn sie der allgemeinen und scheinbar einzigen Wahrheit entgegenstehen.
Glaube Dir selbst und Deiner eigenen Wahrnehmung! Um die eigene subjektive und wahrhaftige Sicht ernst zu nehmen und zu kommunizieren ist eine Überschreitung der inneren und äußeren Zensur sowie der einengenden Kommunikationsmauern unerlässlich. Willkommen im Kommunikationszeitalter!

Die Enträtselung und Kultivierung des Glaubens - Schauspieler glauben was sie wollen und wünschen

Die Romanfigur "Peter Pan" lebte auf der fiktiven Insel "Neverland" (Nimmerland/Niemalsland). Dies ist ein Ort, an dem Kinder niemals erwachsen werden und ihre Fähigkeit, durch Fantasie & Spiel Realität herzustellen, behalten. "In Neverland muss man nur an etwas glauben, damit es passiert." (1)

Der Glaube (nicht nur speziell der religiöse) hat eine weit größere Macht auf unser Leben und die Alltags-Wahrnehmung unserer Realität, als uns bewusst ist. Deshalb wird es heute Zeit diese wichtige Fähigkeit des menschlichen Gehirns nicht nur religiös oder beim Schauspiel, sondern vor allem wissenschaftlich näher zu betrachten, um sie umfassend beherrschen zu lernen und frei nutzbar zu machen. Es geht darum, die Fähigkeit des menschlichen Gehirns zu Glauben zu verstehen und zu zivilisieren, damit nicht der Glaube uns in seiner zufälligen Willkür beherrscht (oder seine Instrumentalisierung durch andere zwecks Machtgewinnung und Manipulation von anderen über uns). Deshalb wird es wichtig in Erfahrung zu bringen, wie Glaube funktioniert und wie man ihn selbstbestimmt anwendet. Aber auch wie man sich ihm und seiner Weltbild/Selbstbild-Imaginationen selbstbestimmt wieder entledigt. Im Schauspielunterricht lernt man das.

Ohne das Element des Glaubens ist Schauspiel minderwertig. Glaube lässt Realität entstehen. Glaube löst Gefühle aus. Der menschliche Körper glaubt das, was sein Gehirn ihm als Bild der Realität signalisiert und reagiert auf dieses Bild mit Gefühlen, und zwar auch dann, wenn dieses Bild eine Projektion ist. Glaube entsteht durch Fokussierung auf eine Imagination, durch gegenseitige Bestätigung des gemeinsam fokussierten, durch Wiederholung, durch den Ausschluss/die Ignoranz des Zweifels. Es entwickelt sich ein Gesamtbild, das sozusagen zur Wahrheit gestempelt wird. Glaube entsteht durch Kommunikation, wozu auch der "innere Dialog" des eigenen Denkens gehört. Vor allem aber entsteht Glaube durch Ernstnahme und er verschwindet wieder durch das entziehen der Ernstnahme, z. B. durch Lachen. Durch die menschliche Imaginationsfähigkeit und Projektionsfähigkeit des Gehirns können viele Dinge entstehen, die nicht real sein müssen, durch gemeinsam/kollektiv synchronisierte mentale Projektion aber real werden. Dies alles war bisher oft ein Fluch, weil es oft zu Standpunkts- oder Glaubenskriegen führte. Wenn wir damit bewusst umgehen würden, dann könnte dies zu einem Segen werden, da wir damit gemeinsam willentlich verschiedenste Realität gestalten könnten, und zwar (und dies ist hier besonders wichtig) zum Guten, zu unseren Träumen und Wünschen, zu Best Case Realitäten, zu Paradies- und Spiel Wirklichkeiten. Wir alle könnten Avatare werden, wir alle könnten Künstler werden, wir alle könnten Schauspieler werden die frei das spielen und improvisieren, was wir wollen.

In meiner eigenen schauspielerischen Ausbildung war der Glaube an die Wirklichkeit der Rolle und des imaginativen Szenarios immer wieder ein Unterrichtsthema und wurde monatelang zum Beispiel durch Imaginationsübungen eingeübt, (z. B. mit absolutem Ernst, und ohne Widersprüchen in den exakten Handlungen 20 Minuten ein nichtvorhandenes Fahrrad putzen) bis meine Imaginationsfähigkeit so geschult war, dass mein Körper innerhalb Sekunden jede intensive Imagination von mir ernst nahm und mit Gefühlsausschüttung und Realitätsorientierung darauf reagierte. Ich lernte also mir selbst zu glauben, indem ich meine Imaginationen/Projektionen ernst nahm. Als Kinder beherrschten wir das alle einmal und bei einem guten Schauspielunterricht kann das jeder wieder aktivieren, das ist keine Sache von Talent, sondern von Übung (dazu gehört auch Entspannungsarbeit, Sensibilisierung der Sinne...).

Beispiel imaginäres Fahrrad putzen: Für den Nichtschauspieler mag eine solche Tätigkeit absurd klingen. Das Erstaunliche daran ist aber die Erfahrung, dass dieser Gegenstand und diese Tätigkeit real erscheinen, je länger man sie ausführt (solche Übungen, Erlebnisse und Erfahrungen macht jeder Schauspieler bei der Ausbildung).
Die Projektion scheint sich, durch die Aufmerksamkeit auf die Projektion, vor die reale Wirklichkeit zu schieben und diese zu überdecken. Man erinnert diese Szene auch im Nachhinein so, als hätte man an diesem Tag wirklich z. B. 15 Minuten lang sein Fahrrad geputzt. Das klingt verrückt, ist aber so.
Fast jeder kennt dieses Phänomen zumindest daher, das man sich schon einmal eingebildet hat, einen Floh abbekommen zu haben, dann fängt es wirklich an zu jucken. Das Gehirn erinnert also die Impulse eines Insektenbisses und projiziert, was das Gehirn nun selbst erschafft auf die Realität und hält die eigene Erfindung für real.
Wenn diese reelle Empfindungen bei Schauspielübungen nach einer Zeit gut gelingen, dann scheint der eigene Körper plötzlich großen Respekt vor der Realisierungskraft der eigenen Imaginationsfähigkeit zu bekommen und er beginnt, wie ein Kind das überzeugt wurde, an die eigene Fähigkeit zu glauben. Ab diesem Zeitpunkt hat man die eigene Gefühlsbasis und den Glauben unter der Kontrolle seines Verstandes. Man stellt sich also etwas vor (und begibt sich durch die Handlung, des "so tun als wäre dies real") mit Ernst und Glaube fokussiert, aktiv in die Vorstellung hinein und sie wird real erlebt. Sowohl im Fühlen, im Denken, d. h. im inneren Dialog und, im Wahrnehmen.

Wir benötigen Aufklärung über die Kraft und das Know-how des Glaubens und die selbstbestimmte Anwendung dieser mentalen Kraft. Der Umgang der wichtigen Funktionen des Gehirns, der Aufmerksamkeit, der (Selbst- & Fremd-) Manipulationsmöglichkeiten usw. gehört in die Grundschule der Moderne. Es richtet zu viel Schaden an diese Kraft wie bisher dem Zufall oder der Willkür von Leuten zu überlassen, die diese Kraft teils zum Machterhalt oder gar zur Gewalt nutzen. Theaterpädagogik in Kombination mit Gehirnforschung und Philosophie könnte heute diese Aufklärung leisten.

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RealTheater ist der Versuch die Grenzen des Theaters zu sprengen und die Künstler und Theaterleute mit ihren "Waffen der Argumente und Spiellust" von der Bühne aus hinauszuschicken, um das pleitegehende Land der trägen Sesselpupser, der aggressiven Keulenschwinger, der hassenden Liebhaber und der todernsten Wahrheitsträger zu erobern!

Warum sich als Schauspieler nur auf eine Bühne verbannen lassen? Ein Angriff von dort auf die Realität und Wirklichkeit wäre zeitgemäße Avantgarde! Dieses RealTheater "Theaterstück" soll letztlich den Wunsch im Zuschauer wecken, seinen passiven Zuschauerstuhl zu verlassen, die Schwelle zur Bühne zu überwinden und einzutreten.

Der Charakter und die Persönlichkeit eines Menschen wird geformt durch die Lebenserfahrung. Er ist also durch Umstände und Erlebnisse formbar und veränderbar.

Zukunftssimulation: Wir versuchen eine Traumwelt, eine Zukunftswelt ohne Angst und Gewalt so exakt zu simulieren, dass sie durch die Simulation real und lebendig wird und sich, falls dies funktioniert, geplant und geordnet durch Multiplizierung des gefundenen Modells auszubreiten beginnt.

"Der Vulkan der Kunst möge ausbrechen!"
Jonathan Meese (1)

Wir benötigen eine Allianz aus Kunst und Wissenschaft!
Kunst ist zu wichtig, um sich nur in den Händen der Künstler zu befinden und Wissenschaft ist zu wichtig, um nur in die Hände von Wissenschaftlern zu gehören.

Wir leben meist im "Automodus" bzw. Automatikmodus. Dies bedeutet, dass viele Leute ihr Leben auf eine Art Autopilotfunktion gestellt haben, die fast vergleichbar ist mit einem nächtlichen Traum bei dem man während des Traums nicht weis, dass man träumt und bei dem man deshalb nur zusieht, anstatt die Regie zu übernehmen. Das Leben wird als etwas wahrgenommen, das man in wesentlichen Punkten nicht verändern kann. Man kann zwar bestimmen, welches Waschmittel man kauft, aber man kann nicht bestimmen wer man sein will. Der hineingeborene Zufall, der aus der eigenen Perspektive gesehen, den Namen "Schicksal" trägt, nagelt uns fest. Auch deshalb, weil es den anderen Leuten ähnlich geht und wir uns gegenseitig am Zaum unten halten. Wir versuchen möglichst wenig anzuecken und werden deshalb ein Rädchen im Getriebe einer mechanischen Weltmaschine die den Planeten und unsere Gesundheit zerstört. Trotz vieler schöner Worte in vielen schönen Büchern schaffen wir es meist nicht alleine, aus unserer "Selbsthypnose" und unseren historisch gewachsenen Lebens-Rhythmus auszubrechen. Wir nutzen die Freiheit der Möglichkeiten nicht, weil uns die gemeinsame Absprache und die gemeinsame Synchronität zur Selbstbefreiung fehlt. Dies sollte sich ändern!

Jeder Mensch sollte zum Künstler werden und unsere gemeinsame Welt würde dadurch zum Gesamtkunstwerk aufblühen! Kunst in diesem Sinne wäre kein perfektes Expertentum mehr, das nur wenige erreichen können. Sondern es wäre eine Lebenseinstellung hin zur Kreativität, zum Humor, zum freien Impuls, der nicht mehr aus unterdrückter Gewalt, sondern aus der Schönheit und Wachheit des Moments und seiner Möglichkeiten gespeist wird. Diese künstlerische Lebensart entführt uns aus dem Dogma des Festhaltens, des Besitztums, der Gewalt und der Angst. (Mehr davon/ausführliche Info - Work in Progress)

Wenn es gelingt, unsere freien Wunsch-Träume zu verwirklichen, dann erwachen wir automatisch aus dem gewalttätigen historischen Traum.

"Jeder Mensch ist ein Künstler"
Joseph Beuys (1)

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WORTE:
Psychotechnik, soziale Pilotstudie, kreative Sozialisierung, Liebesdesign, Liebesscript, Freizeitdesign, Realitätsdesign, Realitätsspiel, Theaterwelt, Theaterrealität, Theaterwirklichkeit, Gruppenbewusstsein, Wirklichkeitstheater, Spielkunst, Ministerium für Friedenskultur, mit heiligem Ernst, parallele Welten, Multiversum,freies Liebesspiel, künstlerische Sozialordnung, spielerische Sozialordnung, transpersonale Liebe, PolyLove, Polyliebe, Thinktank der Friedensforschung, Think Tank der Friedensforschung, Denkfabrik der Friedensforschung, Denkfabrik der Liebesforschung, ThinkTank der Liebesforschung, Think Tank der Liebesforschung, Kunstwelt, Rollendesign, Rollenspirit, Liebesarchitektur, Sozialfantasie, kollektive Theaterarbeit, Realtraum, Informationsdesign, Kommunikationsdesign, soziale Zukunftswerkstatt, experimentelle Zukunftswerkstatt, sozialpsychologische Zukunftswerkstatt, sozialer ThinkTank, Liquid Community, liquid society, soziales Labor, experimentelle Zukunftsforschung, Zuknftssimulation, Simulation der Zukunft, Friedenssimulation, Friedensidee, echter Frieden, unverlogener Frieden, den Frieden erfinden, Gewaltfreiheit lernen, Gewaltfreiheit konstruieren, Leben ohne Gewalt und Angst, LARP Tantra, Avantgarde LARP, Best Case Kultur, Best Case System, Positivspirale, Kunst & Frieden, Kunst und Frieden, Vereinte Welt, Planet Love, Brainstorming,
A uch alterative Schreibweisen und Rechtschreibfehler: Project Reality , Project Realtheatre, Project Real Theatre, Project Realteater, projekt realteater, absoluter Frieden, Simulationsschauspiel, alternative Realität, herrschaftsfreie Gesellschaft, Kunstgesellschaft, künstlerische Gesellschaft, Kommunikationsgesellschaft, Friedensgesellschaft, Ontogenese der Liebe

SÄTZE & SLOGANS:
Wir benötigen ein künstlerisches und gewaltfreies „Betriebssystem“ für den Homo sapiens. Die Einbindung der Schauspielmethodik und die philosophische Komponente aus Konstruktivismus und Neuroethik erhebt die Friedensforschung auf eine völlig neue Ebene der praktischen Anwendung.

LINKS & QUELLEN:
((WORK IN PROGRESS: "Links & Quellen" an dieser Stelle sind unvollständig - Es könnte eine eigene Seite für Links zu Büchern, Filmen, Webseiten entstehen: und dort auch z. B. die Links von den beiden Liebesforschungs Seiten und von der www.realtheater.de seite (unten) hin:))

* Ken Wilber, ein Vertreter der  "Integralen Theorie" und der "Transpersonalen Psychologie": (1)   (2)

* Die Fluxus Bewegung - Einheit von Kunst und Leben "Das Leben ist ein Kunstwerk, und das Kunstwerk ist Leben.“ Emmett Williams

* Das Zentrum für Politische Schönheit (Berlin) ist eine Denk-, Gefühls- und Handlungsschmiede für die Suche nach moralischer Schönheit, politischer Poesie und menschlicher Großgesinntheit.

* Werner Herzog, Filmemacher: "Ich (...) sage, dass sich Wahrheit, eine bestimmte, tiefere Schicht von Wahrheit, nur erreichen lässt durch Stilisierung und Inszenierung und Erfindung. Ich nenne es die ekstatische Wahrheit." (1)

* Die "Bar 25" in Berlin (1) war ein Gesamtkunstwerk aus Diskothek, Wagenburg, Kommune, Theater, Zirkus, Strand-Bar, Restaurant, Hostel, Sauna, Pool, Jahrmarkt, Uferparadies und Spielplatz für Erwachsene. (1)   (2)

* Buch: Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit: Eine Theorie der Wissenssoziologie von Peter L. Berger und Thomas Luckmann (1)

* David Graeber (der wegen seinen kritischen Thesen aus den USA hinausgeekelt wurde, wie Wolf Biermann aus der DDR) war Professor für Ethnologie an der Yale University und schreibt heute in London Bücher, die ihn zu einem der Vordenker der "Occupy Wall Street" Bewegeung machen: "Kampf dem Kamikaze-Kapitalismus - Es gibt Alternativen zum herrschenden System" (1) (2)

* Amt für Arbeit an unlösbaren Problemen:      
"Für mich sind von besonderem Interesse jene Probleme, die epochenbezogen unlösbar sind. So war es den Griechen zur Zeit des legendären Ikarus nicht möglich zu fliegen, weil ihnen die notwendige Technologie dafür fehlte. Ähnlich verhält es sich mit vielen gegenwärtigen Problemen. Sie sind in der Form, in der heute Wissenschaft, Politik und Ökonomie üblicherweise betrieben wird, nicht lösbar, sei es der Klimawandel, das Bevölkerungswachstum oder die Finanzmarktkrise. Es bedarf zu ihrer Lösung vielmehr neuartiger gesellschaftlicher Institutionen und vor allem soziologischer Phantasie." Arno Bammé, Professor am Institut für Technik- und Wissenschaftsforschung. (1)  (2)

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Ein Traum (von Neo von Terra/Hans Mack):  Die Welt aus Stein:

Ich hatte 2002 einen jener besonderen Träume, bei denen man am Ende sofort aufwacht und der einem nicht aus dem Kopf geht, sodass man ihn aufschreiben muss:
„Ich sah die Welt vom Ufer eines Meeres aus, und sie war knallbunt. Es waren schöne gut gelaunte Leute beim Tanz zu sehen mit wehenden Kleidern. Im Meer sah ich steile Wellen, die eine aufschäumende Gischt in Türkisblau und Weiß formten. Doch etwas war seltsam. Diese Welt war vielfältig, bunt und grell, aber sie bewegte sich nicht. Sie war wie eine riesige eingefrorene Skulptur, die ein Steinmetz geformt und ein Künstler perfekt angemalt hat. Ein Meer mit Wellen aus Stein, absolut täuschend echt und absolut beeindruckend. Es war ein riesiges Kunstwerk, soweit wie ich sehen konnte, aber es war starr, es war nicht lebendig, trotz seiner faszinierenden Schönheit.“

Ich habe über diesen Traum lange nachgedacht. Ich glaube, dass dieser Traum das Ideal und den tragikomischen Irrtum des Ideals unserer heutigen Welt darstellt. Unser Ziel und unsere Orientierung von Schönheit, Glück und Vollendung ist statisch. Wir beten die Schönheit der Jugend an, aber wir erspähen nicht, dass wir eine Barbiepuppe, die eine Maske trägt, anbeten. Wir versuchen ein Ideal zu erreichen, aber gerade deshalb entgeht uns die Schönheit der Bewegung. Wir idealisieren etwas, an dem eine ganze Dimension des lebendigen fehlt. Es ist egal, ob ein Körper perfekt ist, wenn der Mensch, der in diesem Körper wohnt frei und lebendig ist und einen jung gebliebenen "Geist" trägt.

Wir haben sozusagen heute nur 3-dimensionale Lösungen für 4-dimensionale Probleme. Unsere Welt ist so mechanistisch wie eine Miniatur-Eisenbahnanlage. Eine riesige Maschine, in der wir alle eine Puppe auf Schienen sind, ein "Männleinlaufen. So kann man aber nicht glücklich werden, so sind wir nicht. Ich muss hier an Chaplins Film "Moderne Zeiten" (1) oder an "Metropolis" (1) denken. Wir glotzen hypnotisch eine tote Skulptur der Welt an und wir beten das Weltbild eines Ideals an, dass nur wenige unter brutalsten Anstrengungen erreichen können (wie bei Olympia - die Pervertierung des globalen Spieles, bei der es fast nur noch um hundertstel Sekunden und um Geld geht). Wir beten sinnbildlich eine goldene Statue an. Wir beten starre Masken an, auf die ein schönes lachendes Gesicht aufgemalt ist. Wir leben in einem System der falschen Ziele und wir unterschätzen die Macht unserer Hypnotiseure, der Werbeindustrie. Das Geld hat heute die Macht übernommen, aber Geld kann nicht denken. Wir sollten aufwachen, endlich die versäumte Bilanz des Jahres 2000 nachholen, die Möglichkeiten der Moderne registrieren und unsere Wünsche miteinander sortieren und organisieren. "Die Welt als Spiel" wäre heute innerhalb 1 - 2 Jahrzehnten möglich, durch unsere Technik, die uns ernährt und versorgt, was Grundbedingung ist, um frei gemeinsam spielen zu können. (1) Wir stehen am Beginn des Roboterzeitalters und sie werden militärische, statt helfende zivile Roboter in großer Zahl (gegen uns Menschen) bauen, wenn wir dem affigen Gewaltsystem nicht mit echten Lösungen das Wasser abgraben. Wir brauchen die Generalmobilisierung zum Frieden, wir brauchen aber zuerst eine "sozialpsychologische Software 2.0", da unser heutiges, historisch gewachsenes "Homo sapiens Betriebssystem Version 1" zu viel Affe im mentalen Regelsystem trägt.

Wenn wir aufhören könnten, uns gegenseitig zu "kloppen", dann hätten wir einen paradiesischen Planeten und wir könnten endlich Stolz auf unsere Art sein. Niemals vorher gab es eine Aussicht auf das Ende des Arbeitszwangs für unsere Spezies oder ein globales Kommunikationsnetz, an das jeder angeschlossen werden kann... Wir könnten heute unser absurdes Handeln und den ganzen planetaren Witz im Spiegel der Medien erkennen und zu einem Zeitpunkt x vielleicht alle zusammen einen globalen Lachkrampf über die Menschheitsgeschichte bekommen und ihr einen anerkennenden letzten Applaus geben. "Die Geschichte" könnte man als ein riesiges Theaterstück auf der Weltbühne der WAffenmenschen sehen, bei dem dann der Vorhang fällt. Jeder von uns hat dann einen Oskar verdient für den Ernst, mit dem wir unsere historisch kausalen (1) Egorollen gespielt haben. Wir sollten rechtzeitig aufhören unser Raumschiff Erde total zu ruinieren (Song: Reinhard Mey - Das Narrenschiff (1)) und ein anderes Spiel spielen! Wir haben nicht mehr allzu viel Zeit aus unserer Duldungsstarre und "kollektiver Hypnose" zu erwachen, bevor der Traum zum Albtraum wird. Wir sollten einen schöneren Traum gemeinsam träumen. Es wird langsam Zeit für ein noch lustigeres Spiel. Niemand sollte dann mehr verurteilt werden, keiner muss zurückbleiben und jeder wird ins neue Spiel mitgenommen, und wer an seiner alten Rolle hängt, der kann diese SPIELEN wann er will. Aber wer würde schon an nur einer Rolle kleben, wenn er "ein ganzes Theater mit allen Rollen und Kostümen" zur Verfügung hat.  Der 3. Teil von James Camerons Avatar (1) Filmen könnte die Aussage tragen: "Pandora ist hier!" Jeder von uns bekommt dann einen schauspielerischen Avatar und die planetare Kugelbühne wartet danach auf uns alle!   ;-)

   

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2.  Lösung für den Streit der Standpunkte: Polykontexturale Logik
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5.  Friedensarchitektur & Friedenstechnik - Europa braucht eine Friedensstadt!
6.  United World Project - Vom Ich zum Wir - Wir sollten vom Ziel her denken
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"Das Leben ist ein Theaterstück ohne vorherige Theaterproben. Darum: singe, lache, tanze und liebe und lebe jeden einzelnen Augenblick deines Lebens... bevor der Vorhang fällt und das Theaterstück ohne Applaus zu Ende geht."
Charlie Chaplin

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Text: Neo von Terra  alias Hans Mack  (1)   2013
Der Autor dieser Seite ist freischaffender Künstler und arbeitet als Friedensaktivist, Kabarettist und Schauspiellehrer

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