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Info – Was ist Neoexpressionismus?

Neo-Expressionismus nennt sich eine Richtung der Malerei, die sich u. a. einzelne Stilelemente des Expressionismus zu Eigen macht. Neoexpressionismus bezeichnet in Deutschland zum einen eine künstlerische Außenseiterposition, die Maler wie Georg Baselitz, Markus Lüpertz, Bernd Koberling, Karl Horst Hödicke u.a. einnehmen. Zum anderen sind damit die "Neuen Wilden" vor allem in Berlin: Rainer Fetting, Helmut Middendorf, Salomé, Bernd Zimmer und die Maler der Mülheimer Freiheit in Köln: Walter Dahn, Jiri Georg Dokoupil, Peter Bömmels u.a. gemeint.

Die Vielfalt der künstlerischen Ansätze hierbei überschreitet den Begriff Neoexpressionismus. Als Charakteristika wären neben Figürlichkeit bzw. Gegenständlichkeit ein spontaner, emotionaler Ausdruck, humorvolles Spiel mit kunsthistorischen Stil- und Sujet-Zitaten, die ironische, emphatische oder aggressive Geste und ästhetische gesellschaftliche Provokationen anzusehen.

Parallele Kunstströmungen sind in Frankreich die "Figuration libre": François Boisrond, Jean-Charles Blais, Robert Combas, Hervé di Rosa und in Italien die "Transavanguardia": Sandro Chia, Mimmo Paladino. In den USA vertreten David Salle, Julian Schnabel, Jean-Michel Basquiat und Keith Haring eine ähnliche Richtung.

 

Nach meiner Auffassung ist Neoexpressionismus der Aufstand der "künstlerischen Seele" und der "Künstler der Welt", die eine Welt der Kunst und des Spiels wünschen (1) und sich als Dissidenten in einer mechanistischen Welt des Geldes und der tierischen Gewalt fühlen.

Neoexpressionismus ist der Aufschrei des spielerischen Kindes und des künstlerischen Ichs in uns allen und offenbart sich in Malerei, Kabarett, Schauspiel, Performance, Ausdruckstanz, Butoh, Bildhauerei, Literatur und Musik.

Neoexpressionismus hält der "normalen" Vernunft und Ordnung radikal und möglichst tabulos den Spiegel vor und klärt darüber auf, dass die historisch gewachsene Weltordnung auf dem Kopf steht und falschherum organisiert ist. Man sollte diesbezüglich die Künste nicht mehr trennen, sondern endlich zusammenführen, wie Charlie Chaplin dies 1919 mit der Idee der "United Artists" (Vereinte Künstler) versucht hatte.

Eine neue Wortschöpfung zu diesem Thema wäre der Begriff: "Radikaler Expressionismus" oder "Radikaler Neoexpressionismus" (radikal im Sinne: vom Ursprung, von der Wurzel her). Ein künstlerischer Ausdruck, der frei und ohne Tabus sämtliche Stilmittel nutzt und dem Betrachter metaphysische oder seelische Befindlichkeiten und gesellschaftskritische Unzulänglichkeiten unseres Seins bildhaft mitteilt. Kunst als autonomer, spielerischer und emotionaler Spiegel der Gesellschaft.   Das "Expressive" – der Aufschrei der Seele gegen die Unterdrückung des freien Lebens, zieht sich als eine Art "roter Faden" durch die ganze Kunstgeschichte bis in unsere Gegenwart.


Jeder Mensch ist ein Maler!


Links zum Thema Neoexpressionismus

Neo von Terra - Galerie: www.Neoexpressionismus.de

 

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